Schlagwort: Russland

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs XVIII: Es blinkt ein einsam Segel

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Hier und da trieb ich mich die letzten anderthalb Monate herum, las und schrieb wohl dann und wann, doch kam ich nicht recht voran. In die Shortlist des Buchblog-Awards haben vorliegende Aufzeichnungen es mangels abgegebener Stimmen gleichfalls nicht geschafft, was jedoch die Voraussetzung dafür gewesen wäre, dass die Jury überhaupt einen Blick auf den Blog und dessen Texte geworfen hätte. So ist es mir also beschieden, meinen Bahnen auch weiterhin unbemerkt zu folgen, ein einsam blinkendes Segel inmitten stürmischer See vorzustellen, das notgedrungen Kurs hält, während ringsum die Wogen der Anschläge und Gräueltaten in immer kürzeren Abständen ihre bedrohliche Wucht entfalten. (mehr …)

Puschkins Медный Всадник: Russland durch seine Poesie verstehen?

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Von allen russischen Dichtern ist Alexander Sergejewitsch Puschkin der mit Abstand beliebteste. Und das liegt nicht nur daran, dass er mit 37 Jahren den romantischsten aller Dichtertode im Duell gestorben ist, sondern vor allem an seinen großartigen, leichtfüßigen und tiefsinnigen Versen. Diese sind allerdings schwer zu übersetzen, weswegen Puschkins Ruhm im Westen, anders als in Russland, weit hinter dem Dostojewskijs oder Tolstojs zurücksteht. Wer Puschkin im Original liest, betritt also nichts weniger als das Allerheiligste der russischen Seele, zu dem Nicht-Russen eigentlich keinen Zutritt haben. (mehr …)

M. Agejew: Roman mit Kokain

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Es gibt Bücher, die einen so anfixen, dass man am liebsten drogenabhängig werden würde, zumindest aber unbedingt wieder mit dem Rauchen anfangen muss, um den literarischen Rausch irgendwie in die eigene Lebenswirklichkeit runterzubrechen. Der „Roman mit Kokain“ ist eines dieser seltenen Werke. (mehr …)